Sonntag, 31. März 2013


Ein kleine Geschichte der Spielkonsolen.
Sonys Playstation oder Microsofts Xbox kennen viele und das bei Nintendo nicht das Produkt sondern der Firmenname selbst für Videospielspass steht spricht schon für sich.
Aber wer kennt den CD32? Oder Apples Spielkonsole Pippin?
Nein! Ich fange von Vorne an. Ich erzähl die ganze Geschichte.

Teil Eins:
Aufstieg und Fall der 8Bit Konsolen.

Die Playstation 3, Xbox 360 und Nintendo Wii markieren die siebte Generation an Spielkonsolen.

Die erste Generation war natürlich noch sehr einfach und mehr als Nischenprodukt zu sehen. Das berühmte Pong von Atari stammt aus dieser Generation.
Einen echten Markt gab es damals noch nicht für diese komischen Spielgeräte für den Fernseher. Meistens waren es einfache Ping Pong Spiele die auf dem Fernseher gespielt wurden. Es konnten auch keine weiteren Spiele gekauft werden. Warum auch? Die Hersteller waren ja schon froh wenn über jemand ihre Konsolen kaufte. Darüber hinaus gab es ja auch noch keine anderen Ideen für Spiele. Eine Ausnahme macht das die Oddysey von Magnavox. Hier war es bereits möglich weitere Spiele in die Konsole zu stecken. Aber ob man die extra kaufen musste oder ob die beim Kauf der Konsole beilagen kann ich nicht sagen.

Erst mit den ersten Geräten der zweiten Generation an Heimspielkonsolen änderte sich das schlagartig. Plötzlich war es möglich die Spiele aus der Spielhalle auch da Heim zu spielen. Auch wenn es in stark abgespeckter form war, erfreute es sich jedoch großer Beliebtheit. Und wo ein Markt ist, sind auf Versuche sich auf diesem Markt zu etablieren. Und hier bildete sich auch der erste große Platzhirsch.
Bis heute wird der Name Atari mit 80er Jahre Spiele verbunden. Andere Firmen waren weniger erfolgreich.
Als Atari 1977 das Atari VCS (Video Computer System und ab 1982 in Atari VCS 2600 umbenannt) veröffentlichte waren andere Hersteller weit von der Technik Atari´s entfernt. Nintendos erster Versuch im Videospielemarkt Fuß zu fassen war mehr ein Akt der Verzweiflung als der Innovation.
Da die Firma starke finanzielle Probleme hatte, baut man in Zusammenarbeit mit Mitsubishi das Color TV-Game 6. Dies war eigentlich nur eine lizenzierte Weiterentwicklung von der Oddysey Konsole der Firma Magnavox. Eine Konsole der ersten Generation mit ein Paar einfachen Pong Spielen. Nintendo machte nur noch das Bild etwas Bunter und schwubs war man im Konsolenmarkt.
Natürlich war der Erfolg nicht sonderlich groß. Der Fairness halber muss man aber auch sagen das Nintendo damals auch nur für Japan Produzierte und es Dort schaffte 1 Million Geräte zu verkaufen.
Im Vergleich zu Ataris 30 Millionen aber eher ein Achtungserfolg.
Über die Nachfolger Color TV-Game 15, Color TV-Racing 112, Color TV-Game Block Breaker und Computer TV-Game gibt’s nicht sonderlich viel zu berichten außer das sie alle zwischen 1977 und 1979 erschienen und Nachahmungen bekannterer Titel boten. Allerdings sei noch erwähnt das erst der Nachfolger vom CTG 6, das CTG 15 Controller an einem Kabel hatte. Zuvor musste man die beiden Räder an der Konsoler selbst drehen. Im CTG Block Breaker z.B. war eine Adaption von Ataris bekannten Break Out.
Das CTG 112 war wohl noch erwähnenswert. Dieses hatte in der Konsole auch ein Lenkrad und einen Hebel für die Geschwindigkeit. Ein simples Rennspiel bot damals echte "Fahraction".
Heute haben Nintendos erste Konsolen natürlich einen recht hohen Sammlerwert. Je nach Modell und Zustand werden zwischen 100 und 1500 Euro dafür verlangt. Ob diese Preise dann auch bezahlt werden ist natürlich eine ganz andere Frage.
Auch Sega hatte seine ersten geh versuche in dieser Generation.
Ähnlich wie Nintendo war auch Sega´s SG-1000 aus dem Jahre 1983 eher von minderem Erfolg. Jedoch zeigt Sega schon mit dieser Konsole das sie es mochten (Gipfelnd im Megadrive) ihre Konsole durch zusätzliche Anbauteile zu erweitern. Nicht mal ein jahr nach Veröffentlichung des SG-1000 wurde er als eine art Heimcomputer alá Commodore (SG-3000) nochmal veröffentlicht. Dieser hatte dann eine Tastatur und ein Kassettenlaufwerk.
Dieses konnte man dann durch Anbauteile (Sega halt :P ) mit Zwei weiteren Schnittstellen ausrüsten. Wozu weiß auch ich leider nicht.
Allem Anschein nach fand Sega die Idee mit der Tastatur dann so Toll das der SG-1000 (Wir erinnern uns... das war die reine Konsole. :-D ) Schon ein Jahr nach Einführung und nur kurze Zeit nach neu Auflage durch das Heimcomputerdingens wieder neu aufgelegt wurde.
Der SG-1000 II war geboren!
Jetzt hatte auch der SG-1000 einen Tastaturanschluss. Na schon Verwirrt? Ist ja auch kein wunder bei dieser Produkt Mauschelei. Um es noch ein wenig komplizierter zu machen, hat Sega den SG-1000 II in anderen Ländern „Sega Mark II“ genannt. Und dabei bleibe ich jetzt auch. Sowohl der Mark eins als auch der Mark 2 waren direkte Atari Konkurrenz.
Was man bei Atari allerdings wohl nur am Rande bemerkte... Sega brachte jedoch dann den Mark III. Und der hatte dann schon etwas mehr drauf. Aber dazu Später.

Mein Wissen über die Zweite Konsolen Generation ist noch recht begrenzt. Es gab zwar noch eine ordentliche Menge an weiteren Produkten aber die Meisten kenne ich leider nur vom Namen her und wüsste nicht viel von ihnen zu erzählen. Phillips versuchte sich z.B. zum ersten und nicht zum letzten mal an einer Konsole. Natürlich scheiterten sie und auch das war nicht das letzte mal für Phillips.
Intellivision wäre noch zu erwähnen. Der Spielzeughersteller Mattel brachte 1980 Intellivision auf den Markt und anders als die meisten anderen wirkte Intellivision auch als Fähig Atari vom Thron zu stoßen.
Als erste 16Bit Konsole war sie den anderen 8Bit Konsolen was die Speicherbreite betraf weit überlegen. Mit gezielter Werbung hat man das auch immer wieder gezeigt. Dennoch schaffte man es nicht Konkurrenzfähig zu Atari zu werden. Atari war einfach übermächtig. Und bot damals viele Spiele aus den Spielhallen.
Auch wenn diese bei weitem nicht so gut aussahen. Natürlich hatte auch das Intellivision die Portierungen aber was bringt das noch wenn alle einen Atari haben? Aus welchen Grund sollte man denn damals eine Intellivision kaufen wenn man bereit einen Atari hatte? Es gab kein.
Und so blieb Mattel nur die Möglichkeit Kunden für sich zu gewinnen die noch keine Konsole hatten und sich nun eine zulegen wollen.
Und das veruschte man mit wirklich dreisten mitteln wie dem bei späteren Modellen zu bekommenden „Systemchanger“ der es ermöglichte Atari 2600 Spiele auf dem Intellivision zu spielen. Aber der große Erfolg blieb dennoch aus. 1983 Crashte dann die Videospielindustrie. Nachdem immer mehr schlechte Spiele den Markt überschwemmten verlor eine ganze Branche das vertrauen seiner Kunden. Keiner wollte mehr Konsolen kaufen und so ging auch Mattel´s Intellivision mit weniger als 3 Millionen verkauften Geräten ein.

Was nach dem Crash des Marktes kam werde ich euch im nächste Teil meiner kleinen Geschichte erzählen..
 




Inetellivision mit Systemchanger




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